Tennisarm beim Padel: Ursachen, Vorbeugung und was wirklich hilft
Aktualisiert am 2026-07-24
Der Tennisarm (medizinisch Epicondylitis) ist bei Padel-Einsteigern eine der häufigsten Beschwerden – und das nicht ohne Grund. Hier die wichtigsten Ursachen, was du selbst vorbeugend tun kannst, und wann ein Arztbesuch nötig ist.
Warum Padel besonders oft auf den Ellenbogen geht
Zwei Faktoren treffen bei Padel ungünstig zusammen:
- Vibrationen ohne Saiten. Anders als beim Tennis hat der Padelschläger keine Besaitung, die einen Teil des Aufprall-Schocks abfedert. Die Erschütterung bei jedem Treffer geht direkter in Handgelenk und Ellenbogen.
- Technikfehler bei Einsteigern. Besonders häufig: die Rückhand nur aus dem Handgelenk spielen, ohne Beine und Oberkörper einzubeziehen. Dadurch lastet die gesamte Schlagbelastung auf einer kleinen Muskelgruppe im Unterarm, statt sich über den ganzen Körper zu verteilen.
Typische Symptome
Ein Tennisarm zeigt sich meist als Druckschmerz an der Außenseite des Ellenbogens, oft mit stechenden Schmerzen bei Dreh- und Beugebewegungen. Häufig strahlt der Schmerz in Unterarm oder Hand aus, dazu kommt spürbarer Kraftverlust beim Zugreifen (z. B. beim Händeschütteln oder Türklinke-Drücken).
Was du selbst vorbeugend tun kannst
1. Grifftechnik korrigieren. Ein verkrampfter oder falscher Griff überlastet den Unterarm zusätzlich – der Continental Grip mit lockerem Handgelenk zwischen den Schlägen entlastet spürbar. Details dazu in unserem Artikel Padel-Griptechnik: Continental Grip.
2. Den richtigen Schläger wählen. Weicher Kern, niedrigere Balance und moderates Gewicht dämpfen Vibrationen deutlich stärker als ein harter, kopflastiger Diamant-Schläger. Wir haben dazu einen eigenen Kaufberatungs-Guide: Padelschläger bei Tennisarm – mit konkreten Modellempfehlungen. Wer lieber selbst vergleicht, findet unter armschonende Padelschläger alle passenden Modelle mit aktuellem Bestpreis.
3. Schlagtechnik überprüfen (idealerweise mit Trainer). Die Rückhand aus der Rotation von Beinen und Oberkörper spielen, nicht nur aus dem Handgelenk – das reduziert die Belastung auf den Ellenbogen erheblich.
4. Unterarmmuskulatur gezielt kräftigen. Regelmäßiges, leichtes Krafttraining für Unterarm und Handgelenk (z. B. mit einem Widerstandsband) macht die Sehnen belastbarer.
5. Aufwärmen und Erholung einplanen. Wie bei jeder Überlastungsverletzung hilft ausreichend Regeneration zwischen intensiven Sessions – Padel wird schnell zur Alltagsroutine, gerade am Anfang lohnt sich aber, die Spielhäufigkeit langsam zu steigern.
Was tun, wenn es schon schmerzt?
Die gute Nachricht: rund 9 von 10 Fällen sprechen gut auf konservative Maßnahmen an, ganz ohne Operation. Übliche erste Schritte:
- Belastungspause (ohne komplette Ruhigstellung – Bewegung in schmerzfreiem Rahmen ist meist besser als völliger Stillstand)
- Physiotherapie mit gezielten Dehn- und Kräftigungsübungen
- Epikondylitisspange zur Entlastung des Sehnenansatzes
- Kälte- oder Wärmeanwendungen, je nach Akutstadium
Wichtig: Das ersetzt keine ärztliche Diagnose. Halten die Schmerzen länger als ein bis zwei Wochen an oder werden schlimmer, solltest du einen Arzt oder Physiotherapeuten aufsuchen – frühzeitige Behandlung verhindert, dass sich die Beschwerden chronisch festsetzen.
Nächster Schritt
Wenn Material eine Rolle spielt: Unser Schläger-Finder berücksichtigt Armprobleme direkt als Kriterium und empfiehlt dir armschonende Modelle – oder wirf direkt einen Blick in den Kaufberatungs-Guide bei Tennisarm.